
eGovernment MONITOR 2026: VITAKO erstmals Partnerin der Initiative D21
29 Sep. '26 |
Digitale Verwaltung ist dann erfolgreich, wenn sie den Alltag einfacher macht. Der eGovernment MONITOR 2026 der Initiative D21 zeigt, wo Deutschland dabei steht – und wo es noch hakt.
Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, was bei den Menschen ankommt: Finden sie die richtige Verwaltungsleistung? Funktioniert der digitale Prozess? Und können sie ihr Anliegen tatsächlich vollständig online erledigen? Der eGovernment MONITOR der Initiative D21 liefert seit vielen Jahren belastbare Daten zu genau diesen Fragen. VITAKO verfolgt die Arbeit der Initiative D21 und ihres Teams um Lena-Sophie Müller seit Langem. In diesem Jahr bringt sich VITAKO erstmals als Partnerin der Studie ein.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Wenn digitale Verwaltungsangebote funktionieren, werden sie auch angenommen. 81 Prozent derjenigen, die ihr letztes Behördenanliegen digital erledigt haben, waren damit zufrieden. 52 Prozent wurden von ihrer digitalen Erfahrung sogar positiv überrascht. Und 94 Prozent würden sich bei einem nächsten Anliegen wieder für den digitalen Weg entscheiden.
Gleichzeitig beginnt die Nutzung digitaler Verwaltung längst vor dem eigentlichen Antrag: 81 Prozent suchen online nach Informationen und Verwaltungsleistungen. Doch genau hier liegt eine Schwachstelle. 43 Prozent nutzen digitale Angebote seltener, weil die Suche nach der passenden Leistung zu lange dauert. Ein weiterer Bremsfaktor sind Medienbrüche. 68 Prozent der Medienbrüche bei digitalen Verwaltungsvorgängen sind unfreiwillig. 62 Prozent nutzen E-Government nicht oder seltener, weil sie davon ausgehen, einen digitalen Vorgang ohnehin für analoge Schritte unterbrechen zu müssen. Das zeigt: Die Herausforderung besteht nicht allein darin, mehr Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Entscheidend ist, dass die einzelnen Schritte auffindbar, einfach, durchgängig und zuverlässig funktionieren.
Was das für die kommunale IT bedeutet
Gerade für die kommunale IT sind diese Ergebnisse relevant. Denn auf kommunaler Ebene entscheidet sich ganz konkret, ob Verwaltungsdigitalisierung im Alltag funktioniert.
VITAKO bringt diese Perspektive künftig als Partnerin in die Arbeit rund um den eGovernment MONITOR ein. Gemeinsam mit der Initiative D21 und den weiteren Partnern geht es darum, die Ergebnisse nicht nur zu analysieren, sondern ihre Erkenntnisse in die Praxis und in den fachlichen Austausch zu tragen.
„Es geht darum, das Vertrauen der Bürger:innen in die Leistungsfähigkeit unseres Staates zurückzugewinnen. Dafür müssen wir besser werden – nicht nur, um Verwaltung leistungsfähiger zu machen, sondern auch im gesamtgesellschaftlichen und demokratischen Interesse.” Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand VITAKO
Denn Akzeptanz entscheidet sich am Ende nicht an Digitalisierungsquoten, sondern an der konkreten Erfahrung der Menschen: Funktioniert Verwaltung, entsteht Vertrauen.
Als Netzwerk der kommunalen IT freut sich VITAKO deshalb auf den Austausch zu den Ergebnissen des eGovernment MONITOR 2026 – bei Veranstaltungen, Messen und Kongressen ebenso wie im Dialog mit der Digitalpolitik. Gemeinsam mit der Initiative D21 und den weiteren Partnern wird VITAKO daraus konkrete Impulse für eine leistungsfähige und nutzerorientierte digitale Verwaltung ableiten.
Videostatement Lars Hoppmann
Zum eGovernment MONITOR 2026
Die Studie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung und von Bundesminister Karsten Wildberger.
Weiterführende Informationen und die vollständige Studie: eGovernment MONITOR 2026 (PDF)

