Umfrage: Kein Ende des KI-Booms in Sicht
Ende November 2022 ging ChatGPT an den Start, fünf Tage später zählte der Chatbot bereits eine Million Nutzende. Seither bestimmen KI-Anwendungen die digitalpolitischen Debatten – und erobern die Verwaltungen, wie die jüngste Umfrage unter den VITAKO Mitgliedern zeigt.
Ergebnisse einer Umfrage unter den VITAKO-Mitglieder im Juli 2026, erschienen in der “VITAKO aktuell” (Ausgabe 3/2026) am 1. September 2026.
Der KI-Boom hält weiter an. So sagen 70 Prozent der kommunalen IT-Dienstleister, dass die Nutzung von KI-Anwendungen in den kommenden fünf Jahren erheblich steigen wird. Dazu passend: 82 Prozent fordern, dass der Einsatz von KI in Verwaltungen mit hoher oder höchster Priorität vorangetrieben werden sollte – 2024 lag der Anteil noch 20 Prozentpunkte niedriger.
Als wesentliche Vorteile benennen die Befragten insbesondere drei Aspekte. Erstens: KI kann helfen, den Fachkräftemangel abzumildern. Zweitens, mit dem Einsatz von KI-Anwendungen steigt die Servicequalität der Verwaltungen. Drittens entlastet KI die Verwaltungsangestellten, die dadurch mehr Zeit für andere Aufgaben erhalten.
Hinsichtlich der Frage, was bei den Mitarbeitenden die beiden größten Hürden zur Nutzung von KI ist, verweisen nur noch 48 Prozent auf fehlendes Know-how – 2024 lag der Anteil noch 11 Prozentpunkte höher. Auch hat sich die grundsätzliche Skepsis halbiert und Angst vor KI-bedingtem Arbeitsplatzverlust spielt quasi keine Rolle mehr. Auch das zeigt: KI kommt in den Verwaltungen zunehmend an. Als Hürden werden heute verstärkt rechtliche Unsicherheiten und fehlende zeitliche Ressourcen benannt.
Auf die Frage, mit welchen Maßnahmen Kommunalverwaltungen beim Einsatz von KI unterstützt werden sollten, dominieren zwei Themen. So sagt ein Drittel der Befragten, dass den Ämtern und Behörden digital souveräne Lösungen zentral bereitgestellt werden sollten. Ein Ansatz, der auf mehr Effizienz einzahlt, einen Roll-out beschleunigt und von dem kleinere Kommunen besonders profitieren könnten. Am zweithäufigsten wird die Entwicklung spezifischer KI-Anwendungen genannt – hier sind die VITAKO Mitglieder, die den Bedarf der kommunalen Verwaltungen wie kein zweiter kennen, in besonderer Weise gefragt.



1. September 2026

