Beitrag: VITAKO Podcast Verwaltung.Digital.Insights. Folge 07

VITAKO Podcast Verwaltung.Digital.Insights. Folge 07

23 Juli '26 |

700 Anwendungen, 500 Vorhaben im Jahr, ein Ziel: Wie Köln seine Digitalisierung strategisch steuert

Neue Folge von „Verwaltung.Digital.Insights.“: Lars Hoppmann spricht mit Annette Berger, Leiterin des Amtes für Digitalisierung und Informationstechnik der Stadt Köln

Mit mehr als 20.000 Beschäftigten gehört die Stadt Köln zu den größten Kommunalverwaltungen Deutschlands. Die digitale Transformation einer Organisation dieser Größenordnung erfordert klare Prioritäten, tragfähige Strukturen und ein gemeinsames Verständnis davon, wie Digitalisierung nachhaltig gelingen kann. In der aktuellen Folge des VITAKO-Podcast „Verwaltung.Digital.Insights.“ spricht Host Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand von VITAKO, mit Annette Berger, Leiterin des Amtes für Digitalisierung und Informationstechnik der Stadt Köln, über den Weg der Stadt zu einer zukunftsfähigen Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen der städtische IT-Planungsprozess zur Steuerung von jährlich rund 500 Digitalisierungsvorhaben, das Aufbrechen von Datensilos sowie der bewusste Umgang mit digitaler und wirtschaftlicher Souveränität. Außerdem geht es um die Rolle von Ressourcenverbrauch, Entbürokratisierung und einem neuen Mindset bei den Mitarbeitenden.

Digitalisierung strategisch steuern

Digitalisierung entsteht in einer Großstadtverwaltung nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch eine abgestimmte Gesamtstrategie. Deshalb hat die Stadt Köln einen stadtweiten IT-Planungsprozess etabliert, in dem jährlich rund 500 Digitalisierungsvorhaben zusammengeführt, bewertet und priorisiert werden. Ziel ist es, Transparenz über alle Projekte zu schaffen, Doppelentwicklungen zu vermeiden und gemeinsame Lösungen für die gesamte Verwaltung zu fördern. Berger erläutert, wie dieser Prozess dazu beiträgt, Digitalisierung gezielt an den strategischen Zielen der Stadt auszurichten und knappe personelle sowie finanzielle Ressourcen wirksam einzusetzen.

Datensilos überwinden und Souveränität stärken

Ein weiterer Schwerpunkt der Podcastfolge ist der Umgang mit historisch gewachsenen IT-Strukturen. Viele Fachverfahren sind über Jahre hinweg unabhängig voneinander entstanden und erschweren heute den Austausch von Daten und Informationen. Berger beschreibt, warum das Aufbrechen dieser Datensilos eine wesentliche Voraussetzung für eine moderne Verwaltung ist. Gleichzeitig erläutert sie, weshalb digitale und wirtschaftliche Souveränität bei technologischen Entscheidungen eine immer wichtigere Rolle spielen. Ziel ist es, langfristig handlungsfähig zu bleiben und Abhängigkeiten bewusst zu vermeiden.

Digitalisierung ganzheitlich denken

Digitalisierung bedeutet für Berger weit mehr als die Einführung neuer Technologien. Im Podcast spricht sie darüber, warum auch der Ressourcenverbrauch digitaler Lösungen stärker berücksichtigt werden muss und weshalb Entbürokratisierung häufig die Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung ist. Ebenso wichtig sei der kulturelle Wandel innerhalb der Verwaltung. Neue Arbeitsweisen, Offenheit für Veränderungen und ein gemeinsames Verständnis der Ziele seien entscheidende Faktoren, um die digitale Transformation dauerhaft erfolgreich zu gestalten. 

Die vollständige Folge von „Verwaltung.Digital.Insights.“ mit Annette Berger und Lars Hoppmann ist ab sofort verfügbar.